Warten, bis das Leben mich bewegt

Ich warte, bis mein Leben sich ändert. Ich warte, bis der Wind mich weiter trägt. Und was passiert, wenn kein Wind kommt? Bin ich bereit in Aktion zu gehen? Bin ich bereit, das Risiko zu wagen, mich draußen zu zeigen und zu schauen, wo der Wind weht. Bin ich bereit, mich in den Wind zu stellen und zu sehen, ob er mich wegbläst? Riskiere ich das? Oder bleibe ich gemütlich hinter dem Ofen hocken und lausche auf den Wind.

So kann das Leben langsam „Tick Tack Tick Tack“ Jahr für Jahr weitergehen und du sitzt immer noch hinter dem Ofen und die Haare werden immer grauer, dein Körper immer gebrechlicher. War das dann vergeudete Lebenszeit? Nein, es war nur nicht so, wie deine Träume waren. Oder hast du davon geträumt hinter dem Ofen zu sitzen? Das ist an alle Ofenhocker gerichtet! Die meisten Ofenhocker träumen von etwas, wünschen sich etwas und gehen nicht in Aktion.

Und was geschieht, wenn du in Aktion gehst? Ist es dann garantiert, dass dein Traum sich manifestiert? Nein, natürlich nicht, aber du gibst dem Leben zumindest die Möglichkeit. Reicht es, aus dem Haus zu gehen und dem Leben die Möglichkeit zu geben? Nein, es reicht nicht. Denn du solltest mit einer entsprechenden Einstellung aus dem Haus gehen. Wenn du mit der Einstellung aus dem Haus gehst, es passiert sowieso nichts Gutes, dann wird auch nichts Gutes geschehen. Wenn du aber die Einstellung hast, hier draußen wartet auf mich irgendetwas Neues und du bist offen für das Neue, egal, was es ist, dann kann es auf dich zu kommen. Hinter dem Ofen kann das Neue dich nicht finden.

Manchmal brauchen wir allerdings die Zeiten hinter dem Ofen, bis uns klar wird, dass unser Leben anders weitergehen muss. Wir können überprüfen, was als nächstes kommen sollte, wir können Geschehenes verarbeiten, wir können abwägen, wir können Erwartungen, die wir an diesen Ofen geknüpft haben revidieren und wir können sagen, dieser Ofen nützt mir nichts mehr, ich brauche einen anderen Ofen, hinter dem ich gemütlich sitzen kann.